Joanna Jedrzejczyk dementiert Rücktrittsgerüchte
Die ehemalige Titelträgerin im Strohgewicht der UFC Joanna Jedrzejczyk, die sich in ihrem letzten Kampf gegen die Chinesin Zhang Weili einen fulminanten Titelkampf lieferte, steckt aktuell in ihrem Heimatland Polen fest. Somit ist ein Trainingslager bei dem "American Top Team" nicht möglich, wo sich diese regelmäßig vorbereitet. Diverse Gerüchte um einen Rücktritt der 33-Jährigen dementierte diese jedoch vehement. Eine Rückkehr von Jedrzejczyk in den Käfig sei jedoch auf 2021 verschoben. Die Polin möchte nämlich nicht ohne Zuschauer in der Arena zurückkehren.
"Ich kämpfe immer noch und bin nicht zurückgetreten", so die Polin in einem Interview mit der ESPN-Reporterin Laura Sanko in Abu Dhabi. "So viele Leute kommentieren auf meinen Internetplattformen in den sozialen Medien, dass ich zurückgetreten sei und fragen mich, ob das stimmt. Ich bin aber weiterhin aktiv, ich nehme mir gerade nur meine Zeit."
Seit dem verlorenen Titelkampf gegen die Chinesin Weili Zhang im März diesen Jahres war Jedrzejczyk nicht mehr aktiv. Vielmehr schien sie sich von dem Kampf zu regenerieren, der ein heißer Aspirant auf den Kampf des Jahres zu sein scheint. Die Stirn von "Joanna Champion", wie sich die Polin selbst gerne nennt, glich im Anschluss an den Fünf-Runden-Krieg einem aufgeblasenen Ballon, was eher an einen Cartoon erinnerte.
Jedoch sieht Jedrzejczyk eine große Problematik in einer für sie so wichtigen Vorbereitung mit ihrem Team. "Ich kann wegen der ganzen COVID-Situation irgendwie nicht in die Staaten einreisen. In Polen oder woanders ohne mein Team denke ich nicht, dass ich mich richtig vorbereiten kann. [...] Ich liebe mein Team einfach. Aber ich trainiere trotzdem täglich."
Auch die fehlenden Fans vor Ort scheinen eine entscheidende Rolle für Jedrzejczyk einzunehmen. "Ich sehe mich jedoch nicht vor leeren Rängen ohne meine Fans kämpfen", erläutert die 33-Jährige ihre Comebackpläne. "Ihr wisst, wie ich mit den Zuschauern umgehe. Ich sehe mich einfach ohne Fans nicht kämpfen. Es gibt keinen Sport ohne Fans, wirklich keinen. Ich will, dass mir meine Anhänger zuschauen und mich live unterstützen. Ich brauche das. Ich brauche einfach die Energie, die ich von den Leuten dadurch bekomme. Ich liebe diese Atmosphäre einfach."
Wann das wieder der Fall sein kann, ist derzeit mehr als unsicher. So bleibt nur zu hoffen, dass es zu einer baldigen Rückkehr der Polin, vielleicht mit einem erneuten Aspiranten des Kampf des Jahres 2021, in den Käfig kommt, möglicherweise wieder vor vollen Rängen.
