Anti-Doping-Behörde USADA sperrt Khalid Taha für ein Jahr
Die USADA, die amerikanischen Anti-Doping-Behörde, die das Anti-Doping-Programm der UFC überwacht, hat bekanntgegeben, dass der Dortmunder Khalid Taha eine einjährige Sperre für die Einnahme einer verbotenen Substanz akzeptiert hat.
Laut der Pressemitteilung der USADA wurde eine Dopingprobe, die Khalid Taha am 6. Oktober 2019 kurz nach UFC 243 in Melbourne abgegeben hat, positiv auf Furosemid getestet. Furosemid ist ein Diuretikum, also ein Arzneimittel, das eine vermehrte Ausschwemmung von Urin durch eine verstärkte Harnerzeugung in den Nieren bewirkt.
In Sportarten, bei denen Dopingtests durchgeführt werden, steht Furosemid auf der Verbotsliste, denn es kann als sogenanntes Maskierungsmittel eingesetzt werden, weil es dabei hilft, eventuell vorhandene Spuren von eingenommenen Dopingmitteln aus dem Körper auszuschwemmen. Speziell im MMA-Sport kann ein Diuretikum wie Furosemid jedoch auch bei der Gewichtsabnahme vor dem Wiegen helfen. Beim Wiegen vor UFC 243 verpasste Taha knapp das Gewichtslimit.
Selbst wenn Furosemid „nur“ zur schnelleren Gewichtsabnahme gebraucht wird, bleibt es in der UFC verboten. Taha hat die einjährige Sperre für die Einnahme von Furosemid akzeptiert und zweifelt somit nicht am positiven Testergebnis. Die Sperre gilt rückwirkend zum 6. Oktober 2019, sodass er frühestens am 6. Oktober 2020 wieder im Octagon kämpfen kann.
Ob sein Sieg bei UFC 243 in einen „No Contest“ umgewandelt wird, liegt nun in den Händen der Profibox- und Kampfsportkommission von Victoria, die das Event in Melbourne regulierte.
Der Fall von Taha ist nicht der erste Fall von Furosemid in diesem Jahr. Im Oktober akzeptierte bereits Melissa Gatto Regonha eine einjährige Sperre. 2018 traf es Azunna Anyanwu und Carls John de Tomas.
