Nächster Stopp: WM-Kampf
Als ganz Box-Deutschland am Samstagabend darauf schaute, wie Arthur Abraham sich den WM-Gürtel von Robert Stieglitz geschnappt hat, glänzte im Vorprogramm ein ganz anderer potentieller Titelkandidat: der Münchner SES-Boxer Robin Krasniqi (38-2-0, 14 KO). Nach dem Gewinn der Internationalen Meisterschaft nach Version der WBO hat er seinen Blick nun auf die großen Gürtel gerichtet.
„Nach einer klasse Leistung wie heute werden wir schnell über eine WM sprechen“, so Krasniqis Promoter Ulf Steinforth gegenüber den Pressevertretern auf der Sauerland-Abschlusspressekonferenz in der Berliner O2 World Arena.
Krasniqi hatte nur wenige Stunden zuvor den bis dato ungeschlagenen Berliner „Bomber“ Serdar Sahin in nur vier Runden bezwingen können, inklusive zweier krachender Knock-downs.
„Ich bin seit Januar praktisch konstant in der Wettkampfvorbereitung“, erklärt der 25-jährige Halbschwergewichtler. Ein für den 28. April geplanter Weltmeisterschaftskampf gegen Nathan Cleverly platzte nach krankheitsbedingter Absage des Briten, seitdem wartete Krasniqi auf seinen nächsten Einsatz.
Mit dem Sieg über Sahin sicherte sich der gebürtige Kosovo-Albaner nach dem WBO-Europameistertitel nun den zweiten Profigürtel. Promoter Steinforth weiß, dass sein Schützling längst bereit für größere Aufgaben ist.
„Robin brennt für den Sport, richtet sein komplettes Leben danach aus. Wenn er könnte, würde er auch morgen schon um die WM boxen“, so der SES-Chef. „Aber er hat noch mindestens zehn Jahre als Profi vor sich, da muss man ja nichts überstürzen.“
